Klosteranlage und -landschaft St. Michael

Klosteranlage.
Klosterlandschaft (1790) - Staatsarchiv Bamberg A240/R82.
Klosterlandschaft (Gegenwart) - Google-Earth

Projekt "Weinberg"

2009: Neuanlage des Weingartens.

Bei dem Projekt der Landesgartenschau "Weinberg" konnte der Förderverein zwischen Weinberggegnern und dem städtischen Interesse zum Bau des Weingartens im Herbst 2008 erfolgreich vermitteln. Nach der erfolgten konfliktfreien Anlage des Weingartens 2009 war dann im Sommer 2010 das erste Weinfest - eine Initiative des Fördervereins - ein besonderes öffentliches Ereignis. Diese Veranstaltungsreihe setzen wir fort. So bereits erfolgt im Juli 2011 mit Fortsetzung im Mai, Juli und September 2012 und folgende Jahre. Damit bringen wir die Klosteranlage auf dem Michelsberg und den ehemals historischen und nun wieder entstandenen Weinanbau in Bamberg in das Blickfeld der Bürger und Gäste der Stadt.

Briefing: Forschungsprojekt "Klosterlandschaft St. Michael"

Verantwortlich: Prof. Dr. Achim Hubel, Dr. Thomas Eißing, Prof. Dr. Mark Häberlein (Uni Bamberg), Prof. Dipl.-Ing. Regine Keller (TU München)

  • Geldgeber: Landesgartenschau Bamberg GmbH, Oberfrankenstiftung, Sparkassenstiftung Bamberg, Edgar Wolf’sche Stiftung
  • Laufzeit: 1. März 2010 – 28. Februar 2011

Quelle: https://www.uni-bamberg.de/zemas/

"Unser Kenntnisstand über die bis heute erstaunlich gut erhaltene Klosterlandschaft der ehemaligen Bendiktinerabtei St. Michael in Bamberg soll durch systematische Forschung erweitert werden. Ein wiss. Mitarbeiter (Historiker) soll dabei durch systematische Recherchen in dem umfangreichen Archivbestand die einschlägigen Informationen sammeln, die sich mit den historischen Wegeführungen, dem Weinbau, den Obstsorten und den anderen landwirtschaftlichen Produkten, den Zier- und Nutzgärten, der Wasserversorgung und den Fischteichen, der Sozialstruktur der hier lebenden Bewohner usw. beschäftigen. Gleichzeitig soll ein Landschaftsarchitekt den Versuch wagen, auf der Grundlage der historischen Forschungsergebnisse Teile der ehemaligen Klosterlandschaft so zu gestalten, dass die ursprünglichen Funktionen und die früheren Nutzungsstrukturen wieder deutlich werden. So könnten nicht nur die alten Wegenetze herausgearbeitet, wieder Weinberge und Obstbaumfelder anlegt werden, sondern man könnte insgesamt ein historisch fundiertes Konzept für die Flora und Fauna entwickeln. Langfristig könnte hier eines der attraktivsten Naherholungsgebiete für die Bamberger Bürger entstehen, aber auch eine ökologisch sinnvoll genutzte Klosterlandschaft, die durch ihre historischen Rückbeziehungen die uralte benediktinische Kultur für die heutigen Besucher wieder lebendig machen könnte."

Dokumentationsband: Forschungsprojekt - Verfasser und Grafik: Felix Lüdicke, TUM

Das Forschungsprojekt "Klosterlandschaft St. Michael" der Universität Bamberg und der TU München Fakultät LAO wurde von der Landesgartenschau und durch Sponsoring über den Förderverein gefördert.

Zur Forschungsstudie liegen für die Teilprojekte Abschlussberichte vor:

  • "Quellenerschließung Otto Friedrich Universität Bamberg - Lehrstuhl für Neuere Geschichte - Leitung Prof. Dr. Mark Häberlein -  Berichterstatter Dr. Hans Jörg Künast" > Bericht herunterladen
  • "Klosterlandschaft St. Michael - Gegenwart und Zukunft" Technische Universität München - Fakultät für Architektur - Institut Entwerfen  Stadt und Landschaft  - Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum - Leitung Prof. Regine Keller - Projekteur Dipl. Ing. Felix Lüdicke" > Bericht herunterladen (Teil 1 "Bestandsanalyse" und Teil 2 "Landschaftskonzept")

2012: Einblicke in die Ausstellung in der Kloster-Orangerie: "St. Michael - Schlaglichter aus der Geschichte der Klosterlandschaft - sechs Landschaftsräume"

"Waldlicht"

2012: WALDLICHT - im Rahmen des Projektes "Klosteranlage St. Michael" haben Studenten der TU München "Kunst im Wald" installiert: Fluoreszente Stränge, Lichtspiel bei Tag und Nacht.

Die Installation "waldlicht" inszeniert den nördlichen Rand des Michelsberger Waldes als Landschaftselement der "Klosterlandschaft St. Michael". Die Klosterlandschaft umfasst das Kerngebiet der ehemaligen Immunität - also die vom Kloster verwalteten Flächen - des früheren Benediktinerklosters St. Michael. Durch die fast 800-jährige konstante landwirtschaftliche Nutzung stellt sie eine bedeutende historische Kulturlandschaft im urbanen Kontext der Stadt Bamberg dar. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Klosterlandschaft waren Gegenstand eines Forschungsprojektes der technischen Universität München und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Dieses Projekt wurde u.a. finanziert durch Sponsoren-Gelder, die der Förderverein Landesgartenschau Bamberg e.V. akquiriert hat. Die Installation "waldlicht" ist Teil der vom "Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum" der TU München im Auftrag der Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH entwickelten Ausstellung "Klosterlandschaft St. Michael", die den Landschaftsraum mit seiner bis heute ablesbaren Geschichte und seinen abwechslungsreichen Landschaftssequenzen erlebbar macht. Sie wurde im Rahmen des "studio 1zu1" am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum von Studierenden entwickelt und errichtet. Je nach Standort, Tages- und Jahreszeit steht die grazile, teils uneindeutige Gestalt der Installation in einem Wechselspiel mit Vegetation und Licht, das den Betrachtern verschiedenstze Assoziationen abring. - Textpassagen aus Konzept "TUM LAO" - "studio 1zu1".

Weitere Bilder hier per "Klick".

Landmarke - Sandsteinquader am Ottobrunnen.

2012: Ein Sandsteinpodest als "Landmarke" positioniert sich in der Nähe zum Ottobrunnen. Von diesem symbolhaften Standort aus hat der Beschauer den Blick frei auf das Kloster einerseits und dem Michelswald anderseits - Bezugsachsen zur Klosterlandschaft sozusagen. Aus dem Forschungsprojekt "Klosterlandschaft St. Michael" entstand die Idee und deren Umsetzung.

2015 steht das 1.000-jährige Jubiläum der Klostergründung an. Der Förderverein hat dieses außerordentliche Ereignis ebenfalls im Blick - im Sinne der Zukunftsfähigkeit, der Nachhaltigkeit seiner Aktivitäten.

Nach oben