Brennpunkt "Leinritt"

Der Förderverein setzt Diskussion um den bedeutenden Uferweg gegenüber von „Klein-Venedig“ in Gang.


Der "Fränkische Tag" hat in der Ausgabe vom 22. April 2014 das Thema aufgegriffen - Artikel herunterladen

In der letzten öffentlichen Mitgliederversammlung des Jahres 2013 hat der Verein den „Leinritt“ zum Thema gemacht und erneut die Dringlichkeit einer Neugestaltung im Bereich zwischen Markusbrücke und Kasernstraße (Abzweig Richtung Domberg) zur Diskussion gestellt.

Nach wie vor zwängt sich Anlieger- und Durchgangsverkehr, gemischt mit Fahrradfahrern und Touristenströmen, an parkenden Fahrzeugen auf dem sehr schmalen in die Jahre gekommenen Asphaltstreifen des Leinritts unmittelbar zwischen Hauseingängen und dem Regnitzufer entlang. Der Zustand dieses mehr als vernachlässigten Weges in der „Vorzeigestube“ Bambergs verdient es endlich, nicht nur als Randerscheinung der Diskussion um die Verkehrsberuhigung des Sandgebietes behandelt zu werden. Der Förderverein hat sich schon vor der Landesgartenschau für eine Neustrukturierung und Gestaltung stark gemacht, wie auch die Bürgerschaft des Sandgebietes. Die längst fällige Neugestaltung des Leinritts gegenüber „Klein-Venedig“, deren Pläne im Stadtplanungsamt vorliegen, ist im Gezänk der Stadtratfraktionen über die Finanzierung für die Zeit nach der Landesgartenschau zurückgestellt worden und wird wohl, so Thomas Beese, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Bamberg, wie er nach seinem Vortrag in der Mitgliederversammlung mitteilte, auch weiterhin erst einmal ruhen. 

Planung "Leinritt"

Die vorgestellte Planung für den Leinritt war überzeugend (hier als pdf-Datei). Diese funktioniert aber nur, - da herrschte größtenteils Einigkeit - wenn die Grundvoraussetzungen erfüllt sind: Das ist zum einen die Herausnahme des fließenden Durchgangsverkehrs und zum anderen eines Großteils des ruhenden Verkehrs. Es wurde dabei auch die Möglichkeit der Verlagerung des fließenden Verkehrs in die Untere Sandstraße angesprochen, wie es seitens der Verwaltung auch schon mal angedacht war. Einwände dagegen sind, dass die Gesamtverkehrsbelastung in diesem Bereich erst reduziert werden müsse. Die Verminderung des Parkierungsverkehrs könne nur durch den Bau einer Quartiersgarage erreicht werden, die neue Parkmöglichkeiten für das Sandgebiet bieten. Wann das sein werde, sei nicht absehbar. Die Neustrukturierung der Wege mit einer Trennung vom fahrenden und fußläufigen Verkehr unter Einbeziehung der Uferböschung, was auch das Anliegen des Fördervereins ist, wurde insbesondere aus wasserwirtschaftlichen Belangen seitens der Stadtplanung als nicht machbar angesehen. So drängte sich die Diskussion der anwesenden Stadträte und Bürger, auch viele Anwohner des Sandgebietes darunter, vermehrt um das Thema Quartiersgarage für den „ruhenden“ Verkehr.

Idee: "Leinritt-Steg"

Der zusätzliche Vorschlag des Fördervereins, den Leinritt mittels einer filigranen Stegkonstruktion von der Ecke Kasernstraße direkt mit der "Oberen Brücke" zu verbinden, und dies als einen weiteren Schritt zum Ausbau des Leinritts und als letztes noch fehlendes Zwischenstück zum nächsten Leinrittabschnitt in Richtung Hain zu gelangen, wurde auch diskutiert. Dies wurde von vielen begrüßt, aber besonders seitens der Heimatpflege für nicht notwendig gehalten. „Wäre aber für die Bevölkerung wie auch für den Tourismus eine Aufwertung rund um das Bamberger Herzstück und brächte auch eine weitere Erlebbarkeit der Stadt, die nicht nur dem Tourismus dient, wie auch die gut von den Bambergern angenommenen neuen Uferwege entlang der Regnitz und Wegeverbindungen über die Regnitz entlang des alten Mühlenviertels beweisen“, so Detlev Hohmuth, erster Vorsitzender des Fördervereins.

Vis-à-vis des Alten Rathauses entlang.
Anschluss "Obere Brücke".
Rampe Karolinenstraße.

Insgesamt wurde viel diskutiert und das Thema scheint brisant genug, um endlich angegangen zu werden. Und nun? Der Stadtrat ist gefordert, in der bevorstehenden neuen Legislaturperiode im Rahmen ihres Mandats tätig zu werden. Der Förderverein wird das Projekt „Leinritt“ weiterhin verfolgen.

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Am Leinritt: OB A. Starke und S. Klotzek.

Am 18. September 2014 war das Thema "Leinritt" im Rahmen des Stadtteilgespräches "Im Sand" - OB Andreas Starke hatte dazu eingeladen - ein relevanter Diskussionspunkt.

Bereits am 13. Mai 2014 hatte der Förderverein im Rahmen des Jahresprogramms zur Führung mit dem Thema "Leinritt" eingeladen (siehe auch "Chronik Vereinsaktivitäten 2014" - hier per "Klick"). Referiert wurde seinerzeit die Führung von Dipl. Ing. Silke Klotzek (Stadtplanungsamt BA). Die nun während des Stadtteilgesprächs gemachten Ausführungen wiederum von Silke Klotzek ergaben keine neuen Erkenntnisse. Vor 2020 wird eine Strukturverbesserung am "Leinritt" mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht realisiert. Das Projekt "Leinritt-Steg" vom Förderverein ist in diesem Zusammenhang - wenn überhaupt eine Akzeptanz für das Projekt erreicht werden kann - auch von dieser Zeitplanung abhängig. 


Beispiele von Stegkonstruktionen in Bamberg...

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